Google und die Unsicherheit

Auch wenn der Titel es suggerieren mag – die beiden Themen haben nix miteinander zu tun. 🙂 Der Reihe nach:

Nachdem ich mich vor kurzem bei Facebook bereits über Googles Fernsehwerbung gewundert hatte, sind mir jetzt sogar noch Plakatwerbungen (!) aufgefallen. Ausgerechnet Google, einer der Haupprofiteure von Internet-Werbung preist seinen Browser auf Plakaten an? Was habe ich verpasst? Und wer kann mir den tieferen Sinn dahinter erläutern? Was ist die Marketing-Strategie? Der Browser ist eh kostenlos, läuft auf allen Betriebssystemen und irgendwie erschließt sich mir nicht ganz, was damit bezweckt wird. Kann mich da jemand aufklären?

Anderes Thema: Alle Welt (eigentlich hauptsächlich Deutschland) hat Angst vor Dioxin. Weil Grenzwerte überschritten werden/worden. Grenzwerte, die so niedrig sind, dass sie gerade oberhalb des natürlichen Grundrauschens liegen. In Fisch ist die mehr als 34-fache Menge an Dioxin erlaubt, in einigen EU-Ländern ist der Grenzwert sogar noch höher. Die ganze Aufregung ist also eher marginal.
Zusätzlich geht wieder das ganze Theater um die Sicherheit der Bürger los. Frau Aigner wird schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen – was vielleicht sogar stimmt – und viele fordern den Rücktritt. Und die Maßnahmen, die zur Verbesserung des Verbraucherschutzes getroffen werden sollen, packen mal wieder an der falschen Stelle an: Ganz explizit sollen Futtermittelhersteller kontrolliert werden und Auflagen bekommen. Auch wenn das vielleicht eine gute Idee ist, warum muss es immer erst zu einem Skandal kommen, an dessen Ende dann doch nur eine rein reaktive Maßnahme steht? Wo sind die präventiven Ideen? Oder, um es mit Bruce Schneiers Worten zu sagen: „We ban guns and knives, and the terrorists use box cutters. We ban box cutters and corkscrews, and they hide explosives in their shoes. We screen shoes, and the terrorists use liquids. We ban liquids, and the terrorist will use something else.“

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