Tallinn

Ich habe es letzten Sonntag Katrin gleichgetan und war für zwei Tage in Tallinn.

Für die, die immer nur die ersten beiden Zeilen eines Eintrags lesen: Es war fantastisch.

Für alle anderen – hier ein kleiner Reisebericht.

Wir (Nina, Christian, Anna und ich) sind am Sonntag Morgen um acht (8) Uhr zum Bahnhof gegangen, um uns in den Zug nach Helsinki zu setzen. Es war richtig kalt, wie auch dieses Foto beweist. Aber wir sind ja tapfer und haben uns bis zum Bahnhof gekämpft. In der Bahn war es dann natürlich typisch finnisch extrem heiß. In Helsinki angekommen, sind wir zum Hafen gewandert, aufs Schiff gegangen, nach Tallin gefahren. Während der Überfahrt hatten wir stellenweise extrem schlechtes Wetter und wir hatten schon Befürchtungen, dass unser ganzer Aufenthalt ins Wasser fallen würde. Nach der Ankunft konnten wir aber beruhigt feststellen, dass das Wetter wohl nur ca. zehn Kilometer vor der Küste so schlecht war. An Land war es kalt, aber trocken.

Als erstes sind wir in Tallinn natürlich zu unserem Hotel, dann direkt weiter in die historische Innenstadt. Es war natürlich schon dunkel, aber das war vielleicht auch unser Glück. Überall standen Kerzen auf dem Boden, der Weihnachtsmarkt ist im Dunkeln sowieso viel schöner und alle kleinen Gassen waren hell, aber nicht grell erleuchtet. Und (achtung, jetzt kommt der kitschige Teil) als wir dann am Ende unserer „Roundreise“ auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein tranken, fing es an zu schneien. Herrlich und herrlich kitschig. Aber schön.
Von all der Lauferei waren wir natürlich hungrig und wir begaben uns in Richtung des Restaurants, das laut Prospekt „hervorragende Speisen in mittelalterlicher Atmosphäre“ bieten sollte. Wir waren natürlich gespannt – und erstaunt, nachdem wir das Restaurant betreten hatten: Drei Etagen in einem alten Haus, mitten in der historischen Altstadt. Praktisch keine elektronische Beleuchtung, überall nur Kerzen. Sogar die Kronleuchter waren mit Kerzen bestückt. Natürlich waren auch die Bedienungen mittelalterlich gekleidet und extrem freundlich. Auf die Empfehlung unserer Kellnerin hin haben wir uns Honigbier bestellt, als Vorspeise gab es getrockneten Elch und Gewürzbrot mit Käse. Die Karte hat uns einige Zeit gefesselt, bevor wir uns dann für die Hauptspeisen entscheiden konnten. Leider kann ich das nicht mehr alles aufzählen, aber es waren Würste aus Bärenfleisch, Linsen in Knoblauchsoße, butterzartes Schweinefleisch und Lamm nach Himalaya-Art dabei (das erinnert mich: beim nächsten Mal muss ich so eine Karte kaufen…). Kurz: Ein kulinarischer Hochgenuss und eine absolute Empfehlung für jeden Tallinn-Besucher! Dass sich dann auch noch Barden um das Kaminfeuer versammelten und sie angefangen haben zu spielen und singen, das ist fast schon voraussehbar gewesen.

Satt und glücklich sind wir dann wieder ins Hotel und haben noch die Tatsache, dass es DSF im Fernsehen gab genutzt. Nach dem Frühstücksbuffet am nächsten Morgen sind wir nochmal durch die – diesmal unbeleuchtete – Stadt gegangen und haben die tolle Aussicht genossen. Um vier ging es dann Richtung Hafen und wieder zurück nach Turku.

Ich beende diesen Bericht mit dem Zitat eines mir bekannten Tallinn-Reisenden: Es war fantastisch.

Theorie und Praxis

Theoretisch sollte es draußen „leichten Schneefall“ geben. Sagt mir zumindest der online-Wetterdienst für Turku. Aber schlau wie ich bin, verifiziere ich diese Aussage natürlich durch einen Blick aus dem Fenster – und da regnet’s. Soviel zum Schnee…

Dafür ist heute Abend die Eröffnung der „Joulukaupunki“, der Weihnachtsstadt Turku. Leider werde ich wohl keine Zeit haben, hinzugehen, aber vielleicht nehme ich mir die Zeit ja doch. Wer weiß.

Aber ohne Schnee ist das ja eh nicht so toll.

Moderne Technik…

…ist nur so gut wie der, der sie plant.

Hier kann (bzw. man muss sogar) die Waschmaschinen per Handy bezahlen. In Finnland sicherlich keine schlechte Idee, ein Handy hat hier ja eh jeder. Das läuft also so, dass man im Waschraum von seinem Handy eine bestimmte Nummer anruft, dann leuchten an einem Schaltpult einige Lämpchen auf, man drückt den Knopf für die gewünschte Waschmaschine und ist glücklich, weil man bald wieder sauber Wäsche hat. Außerdem ist man um 1,48 Euro ärmer.

Alles ganz toll! Wäre da nicht die kleine Tatsache, dass der Waschraum im Keller ist, Handys im Keller üblicherweise keinen oder nur schlechten Empfang haben und man regelmäßig Leute zwischen Außentreppe und Schaltpult hin- und herrennen sieht 😉

Wollte ich nur mal gesagt haben.

Wir haben es schon immer gewusst…

Es gibt Studien, die die Welt nicht braucht. Mobilfunknetze lassen sich per SMS lahmlegen – ach, echt? Arnd hat sich ja schon darüber ausgelassen.

Jetzt wurde von Forschern der Berliner Charité in einer Studie nachgewiesen, dass Computerspiele süchtig machen können. Das sind bestimmt wahnsinnig neue Erkenntnisse für all die WoW-Spieler