legal, illegal, total egal

Als ich heute morgen im Radio einen Bericht über die Blockaden anlässlich der Castor-Transporte gehört habe, bin ich ein wenig ins Grübeln geraten:
Laut Polizei waren auch Zufahrtsstraßen zu den blockierten Schienen blockiert. Deswegen konnten keine neuen Einsatzkräfte dorthin gebracht werden, was wiederum zu müden, eventuell auch übermüdeten Polizisten führt. Soweit erstmal nix schlimmes. Wenn sich dann Protestler darüber beschweren, dass sie von der Polizei „etwas hart angefasst“ werden, dann ist dies mit Sicherheit auch auf diese Übermüdung zurückzuführen.
Aber:
Da blockieren Leute Schienenwege, was an allererster Stelle mal ein Eingriff in den Schienenverkehr ist. Das wiederum ist illegal. Die Polizei agiert schon tolerant, wenn sie die Leute „nett“ abtransportiert. Sich dann auch noch zu beschweren, dass man „hart angefasst“ wird finde ich schon fast sarkastisch.
Es ist richtig, dass die Polizei keine übermäßige Gewalt anwenden soll und ja, es gibt mit Sicherheit Aktionen in letzter Zeit, die etwas unglücklich gelaufen sind. Aber sollen die Einsatzhandschuhe jetzt gegen Samthandschuhe getauscht werden? Glaubt wirklich jemand, dass nur Einreden die Demonstranten zum Weggehen bewegt?
Neben dieser Aussage also, die mich schon leicht aufgeregt hat, kamen mir dann noch die beiden Bilder aus der Rheinischen Post von heute morgen in den Sinn: Eins, in dem ein Demonstrant einen Brandsatz unter ein Polizeifahrzeug legt und eins, bei dem Aktivisten den Kies unter dem Gleisbett weggeräumt haben. Während ersteres offensichtlich illegal ist, hat Udo Vetter zum anderen Sachverhalt bereits einen Artikel geschrieben, den ich hier einfach mal verlinke.