Google und das volle Internet oder: Warum man die Piraten wählt

Wenn normale Menschen sich an etwas probieren, von dem sie keine Ahnung haben, dann fällt einem als erstes immer ein bekannter Spruch eines bekannten Comedians ein:

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

Es gibt nur leider einen gesellschaftlichen Bereich, in dem dieses Motto komplett ignoriert wird: Die Politik. Folgendes Video zeigt dies mal wieder eindrücklich:

Das wirklich Erschreckende daran ist: Eben jene Menschen, die schlichtweg keine Ahnung haben, sind für oder gegen Netzsperren, eben jene Menschen maßen sich an über Dinge zu entscheiden, über die sie nicht einmal grundlegende Kenntnisse haben!

Warum also sollte ich bei einem Thema, was mir persönlich sehr wichtig ist, diese Partei wählen? Ist da irgendwer, der Ahnung hat? Man glaubt es nicht wirklich.

Genau so, wie vor Jahrzehnten die Grünen mit ihrer Umweltpolitik in eine Nische geschlagen haben, tun es heute die Piraten: sie besetzen die Nische „Internet“. Dort, bei der Piratenpartei, sind Leute, die vom Thema Internet (und vermutlich auch Fax) Ahnung haben. Sie sind sehr viel kompetenter, wenn es um Entscheidungen rund um das weltweite (und NICHT nationale) Netz geht. Kein Wunder also, dass sie immer wieder Achtungserfolge erzielen – zurecht!

Interviewfragen – Einleitung

So, da ich ja inzwischen festangestellter Softwareentwickler bin und auf dem Weg dorthin auch einige Vorstellungsgespräche hatte, möchte ich hier eine neue Reihe starten, in der ich Programmierfragen erläutere, die in solchen technischen Jobinterviews vorkommen können. Die Fragen sind üblicherweise nicht übermäßig kompliziert und es gibt im Allgemeinen auch nicht die korrekte Lösung, aber es gibt durchaus bessere und schlechtere Lösungen. Eine mögliche Lösung werde ich immer im Eintrag selber erwähnen, andere Ideen sind in den Kommentaren gerne willkommen.

Woher ich die Fragen habe? Teilweise aus eigenen Vorstellungsgesprächen, teilweise von StackOverflow, teilweise auf anderen Seiten gefunden. Wo immer möglich werde ich die Quelle angeben.

Auch wenn hin und wieder mal Fragen zu einer speziellen Programmiersprache dabei sein werden, sollten die Fragen üblicherweise ohne Kenntnis einer speziellen Sprache zu beantworten sein. Meine Lösungsvorschläge werde ich auch in Pseudocode niederschreiben.

Ich hoffe, ich kann mit dieser Serie dem einen oder der anderen helfen und/oder Freude bereiten.

Gedanken über Google

Kristian Köhntopp hat in seinem Blog mal wieder einen äußerst interessanten Beitrag veröffentlicht: Das Google-Missverständnis. Insbesondere folgender Satz hat mich fasziniert:

Es gibt noch etwas anderes, das mich sehr fasziniert, und das ist die geringe Zahl von beobachtbaren Fuck-Ups bei Google.

Denn genau das habe ich letzte Woche, als Google die Javascript Closure Tools freigegeben hat, auch gedacht: Ich kenne diese Tools noch nicht, aber sie sind von Google, sie sind bestimmt gut! Google Mail, Maps, Documents, Groups – alles Beispiele von Software, die es für einen Großteil der Internetnutzer „einfach richtig“ macht.

Nur so ein Gedanke.

Nokia E-Serie – Schein oder Sein?

Ich habe mir zum Vergleich ein Nokia E71 und ein Nokia E75 geholt.
Das E75 kam zuerst an – Tastaturbeleuchtung defekt, direkt wieder eingeschickt. Der große Gewinner hierbei: DHL. Ansonsten fühlte es sich aber ganz gut an, zumindest soweit ich das in 10 Minuten beurteilen konnte.

Dann bekam ich mein E71. Weil es ja schon was älter ist, habe ich es erstmal an den Nokia Software Updater angeschlossen. Eine neue Firmware war tatsächlich verfügbar, also runtergeladen, installiert. Daten gehen dabei verloren, macht aber ja nix, ist ja noch nichts drauf. (Wieso braucht man für ein Firmware-Update eigentlich eine SIM-Karte?) Update wird laut Anzeige erfolgreich abgeschlossen, das Telefon startet neu – und verlangt die Eingabe des Sperrcodes. Hm, Handbuch angeschaut – 12345. „Fehlerhafter Code“. WTF? Nochmal – wieder falsch. Google angeschmissen – ich bin nicht allein: http://discussions.europe.nokia.com/discussions/board/message?board.id=swupdate&thread.id=48243

[UPDATE]

Der korrekte Sperrcode lautet 0000

Die Eingabe ist nur nicht ganz so einfach, da nach Eingabe der vierten Null im Display nur noch 000 angezeigt wird, denn das scheint in einigen Ländern eine Notrufnummer zu sein. Zur Lösung muss man einmal die Löschen-Taste drücken, dann kann man die vierte Null normal eingeben, das wird dann vom Handy akzeptiert.

Trotz gefundener Lösung ein inakzeptables Verhalten!

[UPDATE ENDE]

Bilanz: Zweimal Nokia E-Serie, zweimal keine 30 Minuten Funktionalität genießen können. Mein Sony Ericsson K800i läuft übrigens seit über drei Jahren problemlos …

Fedora 11 ist da!

Endlich, nach nur einigen kleinen Verzögerungen, ist es endlich erschienen: Fedora 11, genannt „Leonidas“!

Was alles neu ist, das lässt sich den Release Notes entnehmen. Technischere Details zu einigen der Neuigkeiten kann man auch auf der „Feature List“-Seite im Wiki nachlesen.

Wem jetzt schon das Wasser im Munde zusammenläuft, oder wer Fedora oder Linux allgemein einfach mal ausprobieren möchte, der sollte nicht zögern, sich dieses Meisterstück herunterzuladen, am Besten per BitTorrent (ja, das ist auch in Deutschland legal …): http://torrent.fedoraproject.org/

Damit tut ihr gleichzeitig auch was gutes und helft, Fedora zu verteilen, ohne dass die Download-Server überlastet werden.

Viel Spaß!

Und ich kümmer mich mal weiter um meine Diplomarbeit …