Eine (sehr) gute Woche

Die Woche, die die letzte meines Informatik-Studiums sein sollte, begann schonmal gut: Die Ergebnisse der Klausur „Fabrikplanung“ wurden bekanntgegeben – 2.0. Eine Note, mit der ich äußerst gut leben kann. Aber die Woche hat ja noch einige weitere Tage. Montag habe ich erstmal die Folien für meinen Diplomvortrag in ihre endgültige Version gebracht, Mittwoch dann den Probevortrag gehalten.
Dann kam der Donnerstag. Ein Tag, der gleich in doppelter Hinsicht anstrengend werden würde: Um 11 Uhr hatte ich meine letzte Diplomprüfung, Vertiefungsgebiet Kommunikationssysteme. Die Nacht vorher hatte ich, vornehm ausgedrückt, schlecht geschlafen, Aufregung war auch genügend vorhanden und ich rechnete mit dem Schlimmsten. Der Beginn der Prüfung musste auch noch um ca. 15 Minuten nach hinten geschoben werden, ich versuchte, so ruhig wie möglich zu bleiben.

Die Prüfung verlief dann, von einem etwas holprigen Anfang abgesehen ganz gut. Um 11:50 Uhr war ich fertig, kurz rausgehen, reinkommen, 1.0. Mit der Note kann ich absolut gut leben!
Ab diesem Zeitpunkt war der Tag gut. Ich konnte wieder richtig essen, ein Radler habe ich mir auch gegönnt, mehr war nicht drin. Denn: um 15 Uhr musste ich noch den Vortrag zu meiner Diplomarbeit halten. Gleicher Lehrstuhl wie auch die Vertiefungsprüfung, also das volle Programm. Obwohl ich offiziell um 11:50 Uhr, also nach Bestehen meiner letzten Fachprüfung das Studium beendet hatte, fühlte ich mich noch als Student …
Der Vortrag selber lief gut, große Überraschungen hatte ich allerdings auch nicht erwartet. Gegen 16 Uhr, nachdem ich fertig vorgetragen hatte, begann der Tag so richtig gut zu werden. Ich war zwar völlig übermüdet, aber glücklich. Denn davon ausgehend, dass ich bei der Diplomarbeit nicht durchgefallen sein würde, durfte ich mich ab dem Zeitpunkt Diplom-Informatiker nennen.

Nun habe ich also ganz hochoffiziell mein Studium abgeschlossen. Die Bewertung der Diplomarbeit und somit auch die Gesamtnote des Studiums stehen noch aus, ich werde sie hier aber nachliefern. Ab Dienstag geht es dann im Arbeitsleben los. Auf eine nächste, sehr gute Woche …

Global Solutions!?

Acting Globally – that usually means, that a company acts everywhere, right? Well, what about they act for everybody? Shouldn’t that be a part of calling oneself „global“? If so, at least one big, German company doesn’t get it:

PS: The site does not really work with Firefox, either. That’s why I tried Opera in the first place.

Snake-o-matic

During my final diploma thesis, I need to collect a lot of data. Something like website-scraping, though a little bit different. Anyway, I needed (and still do need) some scripting language. I could have taken Perl, PHP, Ruby, … But no, there is also a snake present – so I decided to use Python as my language of choice.

So far, I did not regret this choice for a single second! Although I never used it before, I can now, after only a few hours of actual scripting write complete scripts without having to test them a single time. It makes scripting real fun again.

Oh, and gnuplot-py makes it even visually attractive for non-programmers 😉

Ablenkungsmanöver

Jeder Student kennt das Problem: Man sollte lernen, aber irgendwie ist alles andere auf einmal interessanter und wichtiger. Staubsaugen, spülen, putzen – oder Vereine, in denen man aktiv ist. Bei mir in erster Linie AEGEE Aachen und die Malteser in Aachen. Hier soll es jetzt mal um letztere gehen.

Ganz abgesehen davon, dass ich, seitdem ich aus Bali wieder da bin, regelmäßig zu nahezu jedem Ausbildungsabend und so gehe, habe ich mich jetzt auch noch auf eine Veranstaltung eingelassen, die mir die wenigsten, die mich mal in einer Disko erlebt haben, zugetraut hätten: Ich fahre auf die Loveparade nach Dortmund! Mit den Maltesern, genauer: mit den Fernmeldern. Öfter mal was neues.

Und außerdem lenkt es mich vom Lernen ab …

A long, long time ago, I can still remember…

Es ist der 21. Mai 2008, 09:50 Uhr und das heißt, dass es schon wieder 50 Tage her ist, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Nicht, dass in der Zeit nichts passiert wäre, aber, öhm, schieben wir es mal auf technische Probleme. Die gab es bestimmt mal irgendwann, irgendwo.

Aber gut, dann möchte ich euch mal wieder ein wenig up-to-date bringen, was ich getan habe, was ich nicht getan habe und was ich im Moment so tue. In der richtigen Reihenfolge. Und im Schnelldurchlauf.

Die meisten haben es ja mitbekommen: Ich war von September 2007 bis Februar diesen Jahres für ein Semester auf Bali, Indonesien. Im Rahmen des European Overseas Campus der Universität Flensburg um dort unten, mitten in Südostasien ein Semester lang International Management zu studieren. Das Semester war schön, interessant, super Leute und absolut empfehlenswert. Ganz nebenbei habe ich die Zeit natürlich auch genutzt, um Zeit mit dem asiatischen Teil meiner Familie zu verbringen.

Die Vorlesungen gingen ungefähr bis Weihnachten, das Semester (und somit auch das Visum) jedoch offiziell bis Februar. Die meisten meiner Mitstudenten sind dann im Januar schon abgereist, einige zu einer Tour durch Südostasien, andere in Richtung Australien und Neuseeland, einige auch nach Hause. Glücklicherweise haben meine Eltern mich im Februar dann besucht. Genauer gesagt: Wir haben uns in Singapur getroffen.

Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt: Singapur. Dieser kleine Stadtstaat direkt am Äquator hat so einiges zu bieten. Auf nur ca. 700 km² haben wir drei tolle Tage verbracht, viel gesehen, einiges erlebt. Bilder gibt es bestimmt auch bald, irgendwie bin ich auch zum Aktualisieren meiner Galerie noch nicht gekommen …

Na gut, jetzt sind wir schon bei Ende Februar angelangt. Nach Singapur waren wir, also meine Eltern und ich noch einige Tage bei meiner Familie auf Bali, bevor ich mich dann nach genau 180 Tagen von der Insel der Götter verabschiedete. Sechs Monate Auslandsstudium gingen zu Ende und ich bin über Hongkong – diesmal ohne Zwischenaufenthalt in der Stadt – und London nach Düsseldorf zurückgeflogen. Back at home sozusagen. Einige haben ja gehässigerweise gesagt, ich hätte auf Bali nur Urlaub gemacht (was übrigens nicht stimmt!). Demnach müsste ja nach Bali der Stress wieder losgehen – das hat gestimmt. Es standen schließlich an: Mein Geburtstag, meine bin-wieder-da-und-nerve-euch-wieder-alle-Party, ein Zahnarzttermin, einige Wohnungsbesichtigungen in Aachen und die Vorbereitungen für meinen nächsten Ausflug. Ich mach’s kurz: Die Party war gut, ich habe mir Wohnungen in Aachen angeschaut und sitze gerade in einer dieser Wohnungen, sprich, ich habe sie bekommen und genommen, meine Zähne sind auch in Ordnung und die nächste Reise war auch gut geplant: England.

England. Das Land auf der anderen Seite des Kanals, die etwas anderen Euroäer, die Heimat der Beatles und Robbie Williams – und das Land, in dem meine Freundin zwei Auslandssemester verbracht hat. Um nochmal auf Mr. Williams zurückzukommen: Sie studierte in England in seinem Geburtsort, Stoke-on-Trent. Dort habe ich also zwei Wochen verbracht, bei Rike und ihren netten Mitbewohnern in einem sehr, öhm, interessanten Wohnheim. Ausflüge nach Manchester und Liverpool standen auch auf dem Programm und ich habe den Urlaub nach dem Urlaub, äh, ich meine: Die Bildungsreise nach dem Auslandssemester sehr genossen. Mehr erzähl ich erstmal nicht, möchte euch, liebe Leser, ja nicht zu sehr langweilen. Und zwei Wochen kann man ja auch mal kurz zusammenfassen.

Wieder zurück in Deutschland war es schon Mitte März. Als nächstes auf meinem Masterplan standen der Umzug nach Aachen und die Vorbereitung meiner Diplomarbeit. Ersteres geht relativ schnell: Ich bin nochmal nach Aachen gefahren, habe die Wohnung nochmal vermessen (24 qm², zwei Zimmer, Balkon zum Westpark 🙂 ) und ein wenig im Kopf die Zimmer geplant. Meine Mitbewohnerin nochmal getroffen, Leute in Aachen getroffen, die ich länger nicht gesehen hatte, etc. Was die Diplomarbeit angeht: Ich werde sie am Lehrstuhl für Informatik 4 an der RWTH hier schreiben. Mein Thema wird im Bereich anonymer Kommunikation sein. Den genauen Titel habe und weiß ich noch nicht. Aber das Themengebiet passt mir sehr gut, da es meine beiden Haupt-Interessengebiete, namentlich Netzwerke und Kryptographie beinhaltet. Ich bin mal sehr gespannt, wie die Diplomarbeit wird. Neben einer Seminararbeit und meinen Arbeiten in Finnland und Indonesien wird das der erste längere, wissenschaftliche, von mir verfasste Text werden. Aber ich freue mich schon – denn nach der Diplomarbeit muss ich nur noch eine Prüfung machen, dann bin ich mit dem Studium fertig und kann mich auf dem Arbeitsmarkt umsehen.

Zeitsprung, wir haben es jetzt Ende April. Inzwischen bin ich umgezogen, die neue Wohnung ist halbwegs eingerichtet, ich habe angefangen mich in das Themengebiet der Diplomarbeit einzuarbeiten – und ich fahre mal wieder weg. Diesmal ist es die andere Seite Europas, Prag, um genau zu sein. Mit meinen Schützenbrüdern Tom, Martin und Flo geht es für einige Tage in die Hauptstadt Tschechiens, um dort den Christoph zu besuchen, der an der dortigen Karls-Universität ein Auslandssemster verbringt. Wir hatten ein unglaubliches Glück mit dem Wetter, vier der fünf Tage hatten wir nur Sonnenschein und bis zu 30 Grad! Da hat es gleich nochmal mehr Spaß gemacht, die gut zu Fuß erkundbare Innenstadt abzulaufen. Natürlich inklusive Karlsbrücke, Hradschin, Altstädter Ring und allem, was dazugehört. Es hilft auch, wenn man einen fast-einheimischen Führer dabeihat. So haben wir einige Ecken und Kneipen und Clubs abseits der zentralen Straßen kennengelernt. War insgesamt eine äußerst schöne Reise, die dank des Wetters gleich noch besser war!

Wieder setzen wir uns in eine Zeitmaschine, aber nur eine kleine, wir reisen nur zwei Wochen bis Pfingsten. Da ist nämlich ein Großteil des Schützenzugs nach Holland gefahren, nach Scharendijke in die Nähe von Renesse. Auch hier hatten wir perfektes Wetter bei bis zu 30 Grad, was die Tage am Strand sehr viel angenehmer hat erscheinen lassen als wenn wir Regen gehabt hätten. Wieder eine schöne Zeit.

Dies war also mein kleines Update für alle, die sich gewundert haben, was ich die letzten Monate so getrieben habe. Jetzt wisst ihr es. Falls ihr euch überhaupt dafür interessiert habt. Wenn nicht, habt ihr jetzt gerade fünf Minuten damit verbracht, etwas total unnützes zu lesen. Auch mal entspannend, oder? Wenigstens geht das Lesen schneller als das Schreiben. Es ist jetzt 11:00 Uhr.